Große Erwartungen …

Ist ja schon wieder Mitternacht vorbei, also gestern wieder einmal die Hohe Warte besucht. Gemeinsam mit meinem netten violetten, jetzt schon, Ex-Kollegen, ein wenig fachsimpeln über das vergangene Derby (will da eh schon nix mehr höen) und die EL-Qualifikation. Danach ein Spiel der zweiten Leistungsklasse genießen, na gut, anschauen halt.

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Was erwartet man von einem Spiel, in dem der Gegner der Vienna, Altach als einer der Meisterschaftsfavoriten startet, aber eben in der Meisterschaft nicht gut begonnen hat. Die Vienna ist in der Meisterschaft eher in der unteren Hälfte zu erwarten, die Schlüsselspieler sind auch nicht alle fit oder gesperrt. Die Erwartungen sind eher gering, wenn die Heimmannschaft gehandicapt, und der Gegner verunsichert scheint. Das Bierchen vor uns entwickelt sich ein netter Schlagabtausch zwischen den beiden Mannschaften auf eher niedrigem technischen Niveau. Die Leistung ist allerdings den Voraussetzungen angepaßt. Hinter uns sitzend, ein Vater mit seinem Sohn und der Freund des Sohnes, geht es bald los mit dem Gejammere. Der Mair wäre nicht in der optimalen Position eingesetzt. Stimmt, aber es gibt halt niemanden, der sonst die Position (einziger Stürmer in einem 4-5-1 System) einnahmen kann. Keine Alternativen auf der Bank. Tatar wird als unwissend beschimft. Das die Fußballer mit diesem Kick sogar ihren Lebensunterhalt verdienen, wirft in der Reihe hinter mir großes Unverständnis auf. Kurz darauf wird hinter mir der Vergleich mit dem Spiel des Vortages Schalke gegen Helsinki (6:1) gezogen.

Geh bitte! Wo san ma denn? Im Nou Camp? In der Arena in Gelsenkirchen? Oder doch auf der Hohen Warte bei einem Spiel der 2. Leistungsklasse Österreichs?

Schon bald wird bei jeder sich bietenden Standardsituation der Altacher ein Gegentor nahezu herangefleht. In der 64. Minute gelingt auch schließlich das entscheidende Tor, nicht ohne den Hinweis: „Hob i’s ned g’sogt!“. Das Gemotze hielt natürlich bis zum Ende des Spiels an. Zwischendurch wurde vergessen, dass die Vienna nur mehr mit 10 Mann, nach einer Gelb-Roten, spielte. Der Wunsch der Hintermänner zu gehen, wurde zu meinem Leidwesen nicht umgesetzt. Wieso die überhaupt zu einem Fußballspiel gehen, ist mire unverständlich. Zum Spiel: leider ein völlig verdienter Sieg der Altacher auf der Hohen Warte. Die Vienna war nicht wirklich in der Lage das Spiel zu bestimmen. Chancen gab es auf beiden Seiten für mehr Tore, aber es sollte nicht sein. Das einzige Tor des Spiels, sorgte für viel Hitze. Nachdem der Jubelbengale der Altacher vermeintlich abgebrannt war, heizte er die Tribüne von unten an. Offenbar noch heiß genug, entzündete er das trockene Gras und Gestrüpp. Die Transparente konnten gerade noch rechtzeitig entfernt werden, bevor auch sie noch ein Raub der Flammen wurden:

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Der Sturmlauf der Vienna in den letzten Minuten in Unterzahl wurde leider nicht belohnt. Sogar der g’standene Verteidiger Ernst ‚Dospelinho‘ Dospel wurde als Sturmspitze aufgeboten. Am Ergebnis änderte sich leider nichts mehr. Nach dem Spiel wartete noch eine erkleckliche Anzahl an Polizisten auf die Altacher Fans.

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