Im hohen Norden

Eine Woche im Waldviertel auf Urlaub. Wunderbares Wetter, viel gewandert, viel gesehen, aber eines fehlt dann doch mit der Zeit: Fußball! Und außerdem: im Fernsehen droht mir Dancing Stars 🙁
Die Freitag-Krone listet das Wochenendeprogramm für Niederösterreich von der Regionalliga Ost abwärts. Mal schauen, welches Spiel das örtlich nächste zu unserem Quartier ist. Die Wahl fällt auf das Spiel der 2. Landesliga West zwischen dem SC Gmünd und dem SC Melk.
In Gmünd angekommen ist der Parkplatz vor dem Stadion bereits bummvoll, aber im gegenüberliegenden Park kann man sein Auto offenbar auch abstellen.

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Gleich nach dem Eingang findet sich die Kantine in origineller Form, nämlich als Waggon. Die Franz-Josef-Bahn läßt grüßen und nicht die Waldviertler Schmalspurbahn.

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Auf der Haupttribüne Platz genommen recherchiere ich kurz im Internet und finde mich plötzlich bei einem Spitzenspiel. Der dritte der Tabelle, der Gmünder SC trifft auf den Tabellenführer aus Melk. Die Stimmung wird dem durchaus gerecht: die Fangruppe aus Melk gibt mit Instrumenten aller Art und Farbrauch ordentlich Gas.

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Aber auch die Gastgeber lassen sich nicht lumpen.

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Witzig auch, dass beide Blau-Gelb als Vereinsfarben auf ihre Fahnen heften.
Der Gmünd SC ist vor 10 Jahren aus 2 anderen Gmünder Vereinen fusioniert. Sie haben sich bis in die 2. Landesliga West hochgekämpft, wo sie schon länger oben mitspielen. Der Aufstieg in die 1. Landesliga ist das große Ziel für diese Saison.
Das Spiel wird einem Spitzenspiel gerecht: ein flottes hin und her, das viele Chancen für beide Mannschaften bringt und leichte Vorteile für die Heimmannschaft. Das kein Tor in der ersten Halbzeit fällt, ist etwas dem Unvermögen der Stürmer geschuldet und auch den großartigen Reaktionen des Melker Torwarts.

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In der zweiten Halbzeit verschiebt sich der Vorteil weiter zu den Gmündnern, es gibt aber weniger Torszenen. Melk wird fast gar nicht mehr gefährlich. Dafür wird die Partie etwas hitziger. In den Schlussminuten hätte der Schiedsrichter nach einer überharten Attacke Rot für eine Spieler der Gmündner Mannschaft geben müssen, beließ es aber bei einer gelben Karte.
Schließlich endet das Match nach ziemlich genau 90 Minuten mit einem 0:0, und Gmünd verpasst damit den Sprung an die Tabellenspitze. Zufrieden sind zumindest die Fans beider Mannschaften.

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Auch schon lange nicht mehr gesehen: ein Vierterl Rot im Römerglas 🙂 , eine Fangruppe, die beim Verlassen des Platzes die andere Fangruppe passiert, ohne das etwas passiert.
Gmünd stimmte sich dann gleich auf das nächste Spiel ein, mit Schmähgesängen auf die Nachbarstadt Schrems ;-).
Freue mich schon auf das nächste Spiel im Norden Österreichs, nur ein wenig wärmer kann’s das nächste Mal ruhig sein.
kompletter Artikel inklusive Fotobearbeitung mit dem iPhone verfasst

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